1:4-Niederlage für erste Herren bei Vatan Sport

Beim Aufstiegskandidaten trat unsere erste Herren mit massiven Personalproblemen an. Am Ende sollte sich das im Landesliga-Duell bemerkbar machen. Trotz einer 1:0-Führung beim KSV Vatan Sport mussten unsere Rot-Weißen gegen die Gröpelinger letztlich eine 1:4-Schlappe hinnehmen.

An der Niederlage selbst gab es nichts zu deuteln. Mit 1:4 (1:2) musste sich der Bremer Landesligist TuS Komet Arsten beim Aufstiegsaspiranten KSV Vatan Sport geschlagen geben. Die reifere Spielanlage hatte sich verdientermaßen durchgesetzt. Allerdings barg die Partie einige Momente in sich, mit denen sich die Gäste nicht einverstanden zeigten. Vor allem die Entstehung des 1:2 und die Gelb-rote Karte gegen Mario Nagel kurz vor Schluss blieben nachhaltig im Gedächtnis. Doch der Reihe nach.

 

Die Gäste hatten bereits vor dem Anpfiff mit widrigen Umständen zu kämpfen. Trainer Steffen Dieckermann standen derart wenige Akteure zur Verfügung, dass er unter den Auswechselspielern sogar Torwart Chris-Ole Maaß mit anführen musste. Erschwerend hinzu kam, dass Steffan Wuttke nach einem Zusammenprall mit Ardian Kaloshi (beide trugen eine Platzwunde davon) durch Nils Mosch ersetzt werden musste. Der Personalnot zum Trotz erwischten die Gäste jedoch den besseren Start. Nach einem Pass in die Schnittstelle war Maik Ahlers den einen Schritt schneller am Ball als der herauseilende Vatan-Keeper Lampros Maravelis und spitzelte das Leder an ihm vorbei ins Tor (6.). Niklas Homfeld wartete nur zwei Minuten später mit einem guten Distanzschuss auf, den Maravelis dieses Mal entschärfen konnte.

 

Mit zunehmender Spieldauer übernahmen aber die Hausherren immer mehr das Kommando. Es bedurfte allerdings einer sehenswerten Einzelleistung, die den Vatanesen etwas Zählbares einbrachte. Denn in der 21. Minute nahm Pelikan Nexha genau Maß und drosch das Leder unhaltbar für TuS-Keeper Yannik Schultka ins rechte Eck. Nach dem Zusammenprall zwischen Komets Wuttke und Vatans Kaloshi, der eine fünfminütige Unterbrechung zur Folge hatte, wartete Panagiotis Kladakis mit einem Kopfball auf (38.), ehe das 2:1 für Vatan durch Ardian Kaloshi, der per Drehschuss traf, für Unverständnis bei den Gästen sorgte. Ihr Vorwurf: Kurz vorher soll ein Komet-Spieler gefoult worden sein, doch Vatan spielte weiter, während der Komet-Spieler noch am Boden lag. „Wir wollen das jetzt nicht überbewerten. Vatan hätte wahrscheinlich auch so gewonnen. Der Sieg ist absolut verdient. Aber die Art und Weise war grenzwertig“, meinte Komet-Coach Dieckermann. Er vermisste in dieser Situation genauso das Fair-Play wie zuvor, als der Linienrichter von der Ersatzbank des KSV Vatan Sport häufiger beleidigt worden sein soll. Sein Trainerkollege Riza Avdiji zeigte Verständnis. „Wenn ein Spieler am Boden liegt, dann erwarte ich, dass der Ball ins Aus gespielt wird“, sagte der Vatan-Coach und bedauerte es, dass sein Team dies nicht gemacht habe. Gleichwohl betonte er, dass es nicht die spielentscheidende Szene war.

 

Es war vielmehr das weiterhin engagierte Auftreten der Gröpelinger, das ihnen den insgesamt 20. Saisonsieg bescherte. Die Gastgeber drängten auf das 3:1 und die damit einhergehende Vorentscheidung, die dann auch alsbald fallen sollte. Nach einem überflüssigen Ballverlust auf der linken Abwehrseite passte Ali Hoxa auf den am zweiten Pfosten lauernden Sönke Voss, der nur noch seinen Fuß hinhalten musste (58.). Sein Weg führte ihn mit einem provozierenden Jubel direkt zu Gäste-Coach Dieckermann. Hintergrund dieser befremdlich anmutenden Szenerie waren die Arster Anschuldigungen, die Vatan-Bank habe den Linienrichter beleidigt. Sei es drum. Bei seinem zweiten Treffer zum 4:1 nur fünf Minuten später fiel sein Jubel jedenfalls wesentlich verhaltener aus.

Das Spiel plätscherte nun vor sich hin. Sportlich Sehenswertes gab es nur noch beim Lattenkopfball von Voss (83.) und der Rettungsaktion von TuS-Keeper Schultka, der dem allein auf ihn zulaufenden Panagiotis Kladakis den Ball vom Fuß stibitzte. Dabei trat ihm der „Vatanese“ auf den Arm. Eine Szene, die im Nachhinein für Aufregung sorgte, weil die Komet-Spieler darin ein zu ahnendes Foul sahen. Auf Nachfrage bekam Komet-Spieler Mario Nagel zuerst die Gelbe Karte, und weil er der Aufforderung von Schiedsrichter Yannick Rath „Wenn Sie noch weiterreden, schmeiß ich Sie runter“ nicht nachkam, ein weiteres Mal verwarnt wurde – Gelb-Rot. So gab es Steffen Dieckermann wieder, der in unmittelbarer Nähe zum Geschehen war, weil er seinen verletzten Torwart verarztete. Schlimmer fand er aber die nicht gegebene Karte gegen den Vatan-Spieler, oder besser gesagt, die Begründung weshalb die Bestrafung ausblieb. „Für Vatan geht es ja um noch etwas, die spielen um den Aufstieg“ soll der Schiedsrichter gesagt haben. „Das geht in meinen Augen gar nicht“, so Dieckermann.

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