Arsten - das Gallische Dorf der C-Junioren Regionalliga Nord

Nach unserer U19 startet am kommenden Wochenende auch unsere U15 in die neue Regionalliga-Saison. Vier Jahre nach dem Zwangsabstieg aus der C-Junioren Regionalliga Nord kehrt unser Verein damit wieder in Deutschlands höchste Spielklasse für C-Jugendliche zurück. In der Saison 2011/12 hatte unsere U15 den Klassenerhalt zwar sportlich geschafft, zog für die kommende Spielzeit jedoch zurück.

Bericht aus dem WESER-KURIER (Autor Rainer Jüttner):

 

„Unser Konzept hat gegriffen“, freut sich Kristian Arambasic, C-Junioren-Coach des TuS Komet Arsten im Rückblick auf die vergangenen drei Jahre. 2013 wagte der Sozialpädagoge und Sportlehrer den Weg von der SG Findorff zu den Rot-Weißen, um 2016 den Aufstieg in die Regionalliga zu erreichen – erfolgreich. Denn während Arambasic mit den ehemaligen D-Junioren reihenweise Erfolge einfuhr, den 2002er Jahrgang weiterbildete und zuletzt auch in die Verbandsliga aufstieg, führte Jürgen Damsch die 1.C-Jugend im letzten Jahr in die Regionalliga Nord.

 

Dort warten auf die Nachwuchskicker von Komet zahlreiche Großkaliber wie die Juniorenteams der Bundesligisten SV Werder Bremen, VfL Wolfsburg und Hamburger SV. Zudem wird Arsten auf Eintracht Braunschweig, Hannover 96, Holstein Kiel, VfL Osnabrück und den FC St. Pauli treffen. Eine solch namenhafte C-Junioren-Regionalliga gab es bislang noch nie, denn seit Bestehen sind acht Leistungszentren Rekord. „Das ist eine Monsterliga“, kommentiert Kristian Arambasic das Aufgebot. „Da vier Teams absteigen, müssen selbst die großen Mannschaften zittern, weil einer der namenlosen Vereine immer was reißen kann“, so der Übungsleiter weiter.

 

Damit sich die Chancen für seine Underdogs verbessern, beorderte Kristian Arambasic die Arstener C-Junioren bereits am 1. Juli auf den Trainingsplatz. Nach gut zwei Wochen harter Arbeit stand das erste und wohl größte Highlight der Vorbereitung an: Vom 17. bis 23. Juli gastierte Komet zusammen mit 1600 Mannschaften aus 70 Nationen in Göteborg, wo der alljährliche Gothia Cup ausgetragen wurde. Im Achtelfinale schied Arsten unglücklich gegen den SV Lippstadt 08 im Elfmeterschießen aus, für Kristian Arambasic standen in Schweden jedoch ohnehin keine Ergebnisse im Vordergrund. „Für mich war das Teambuilding zentral“, erklärt Kristian Arambasic. Auch beim eigenen Vergleichsturnier lag der Schwerpunkt von Kristian Arambasic nicht auf den Ergebnissen, vielmehr wollte der Trainer die Außenseiterrolle seiner Junioren festigen. „Wir haben uns bewusst nicht so stark präsentiert, wie wir es eigentlich können. Das holen wir während der Saison nach“, verrät Kristian Arambasic, der sein Team im Kontext der Regionalliga als „Gallisches Dorf“ bezeichnet.

 

Den Zusammenhalt seiner Junioren festigte der Sportlehrer vor allem im Zuge des Trainingslagers in Bad Bederkesa. Dort blieben die Fußbälle bewusst im Schrank, da Kristian Arambasic neben dem obligatorischen Athletiktraining erneut das Teambuilding fokussierte. „Es ging mir darum, die Spieler aus Arsten mit den Neuzugängen zusammenzuführen“, erklärt Komets Jugendtrainer, dem für die kommende Saison 21 Spieler zu Verfügung stehen, von denen acht in der vergangenen Spielzeit noch für einen anderen Verein gegen den Ball traten: Torhüter Niklas Griesmeyer sowie Abwehrspieler Joel Agymeng und Michael Yeboah wechselten vom SV Werder Bremen auf die gegenüberliegende Weserseite, während Defensivspezialist Elias Deblitz vom TSV Dörverden kam. Insbesondere in der Offensive rüstete Arsten auf, denn mit Isa Bierre vom Delmenhorster TB, Fachry Alraue vom FC Huchting und Kenan Inan vom TuS Schwachhausen überzeugte Komet gleich drei Stürmer zum Wechsel. Im Mittelfeld verstärkte sich der Aufsteiger durch den vorher vereinslosen Jo Senggun und Joshua Möhlenhoff (TuS Schwachhausen), der sich während der Vorbereitung einen Nasenbeinbruch zuzog, woraufhin sein Vater bis ins Ruhrgebiet fuhr, um eine Karbonmaske zu besorgen. „Da sieht man die Geilheit auf die Saison, die sich durch die komplette Mannschaft zieht“, schwärmt Kristian Arambasic, der zudem rund drei Wochen auf Emir Basar verzichten muss, dessen Leistenbruch erst jüngst operiert wurde.

 

Freude bereitet dem Trainer hingegen der Blick auf die Testspielergebnisse, denn gegen die U15-Teams des TSV Havelse (7:0), VfB Oldenburg (3:3) und JfV Bremerhaven (2:0) sowie gegen die Zweitliga-Frauen des SV Werder Bremen (4:3) blieb Arsten ungeschlagen. „In der Vorbereitung waren wir sehr erfolgreich, aber in der Liga erwarten uns gänzlich andere Kaliber“ sagt der Sozialpädagoge. Auf dem Papier sehe er für den Klassenerhalt aufgrund der vier Abstiegsplätze und der starken Konkurrenz kaum eine Chance, aber genau daraus biete sich die große Gelegenheit für Arsten: „Wir haben nichts zu verlieren und wollen unsere Underdog-Rolle ausspielen“, verrät Kristian Arambasic. Am 3. September kommt Eintracht Braunschweig zum Saisonauftakt.

Folge uns auf Facebook!

Unsere Sponsoren

Hier geht´s zur Vereinsseite