Überraschend erfolgreich

Zweite Frauen verblüffen in ihrem ersten Damen-Jahr sogar ihren Trainer

Weil viele der jungen Spielerinnen nach der letzten Saison zu alt waren, um noch ein weiteres Jahr im Jugendbereich zu spielen, stand der TuS Komet Arsten im Sommer vor einer heiklen Frage: Meldet man erneut eine B-Jugend Mannschaft - und riskiert so den Abgang der zu alt gewordenen Spielerinnen - oder meldet man eine zweite Damenmannschaft, in der die zu jungen Spielerinnen noch nicht spielen können? Nach reiflicher Überlegung entschied sich Trainer Serdal Tümkaya, der die Mannschaft mit seiner Frau Fee Hanna betreut, für die zweite Variante. Neben der ersten Damenmannschaft, die nach dem Verbandsliga-Abstieg nun ebenfalls in der Landesliga spielt, tritt für das Spieljahr 2015/16 also erstmals auch eine zweite Mannschaft im Frauenbereich an. „Es ist natürlich irgendwo blöd, wenn deine beiden Damenteams in einer Liga spielen“, fand Serdal Tümkaya schon zu Saisonbeginn. 

Doch viel wichtiger als das Duell zwischen den beiden Arster Damenmannschaften schien ohnehin die Frage, wie sich die jungen Akteurinnen in ihrer neuen Liga zurechtfinden würden. „Gerade körperlich ist das ja eine große Umstellung“, weiß Serdal Tümkaya. Nun, nach den ersten acht Spielen und dem Abschluss der Hinrunde lässt sich sagen: der Sprung ist problemlos gelungen. Zehn Punkte sammelte die TuS-Zweite bislang, rangiert so auf dem sechsten Tabellenplatz. „Das haben wir bei weitem nicht erwartet“, freut sich Tümkaya. Ganze 24 Tore erzielten seine Damen bisher, trafen so nahezu genauso oft wie der Tabellenzweite SC Borgfeld (25 Tore, 18 Punkte). „Wir haben in diesem ersten halben Jahr viel lernen können und uns trotzdem gut präsentiert. Bislang ist das Jahr sehr erfolgreich verlaufen“, bilanziert Tümkaya. Nichtsdestotrotz bereitet die Landesliga allen Beteiligten auch einige Probleme. „Der Spielplan ist fast schon katastrophal. Eine Woche spielst du, dann hast du eine frei, manchmal sogar zwei oder drei. Diese Unregelmäßigkeit ist ziemlich nervig“, befindet Serdal Tümkaya. Das macht das Abschneiden der zweiten Damen zwar noch bemerkenswerter, zeigt aber auch, was in der Rückrunde noch möglich ist. Dort wolle man dann erneut überraschen - trotz des jungen Alters.

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