„Wir sind kein Zulieferer“

U15 und U14 werden jeweils Wintermeister - und wecken so Begehrlichkeiten

Nein, als Zulieferer für den großen SV Werder Bremen sieht Kristian Arambasic die Jugendarbeit des TuS Komet Arsten nicht. Arambasic, der bei den Herren den Brinkumer SV in der Bremen Liga coacht, trainiert bei den Süd-Bremern die U14 - oder wie er es sagt: den 2002er-Jahrgang. Seit mittlerweile drei Jahren steht der 38-Jährige nun an der Seitenlinie der 2002er. Begonnen hat damals alles mit Arstens Jugendleiter Stefan Letschychyn. „Er hat vor drei Jahren Volker Radel und mich gebeten, die Jahrgänge 2001 und 2002 zu übernehmen“, erinnert sich Arambasic. Für ihn ist von Anfang an klar, in welche Richtung es für die damals zehnjährigen Spieler gehen soll. „Volker und ich gehen fußballerisch in dieselbe Richtung, weshalb wir von Beginn an Jahrgangsübergreifend zusammenarbeiten konnten“, so Arambasic.

Von Anfang an habe man nach den Prinzipien der DFB-Stützpunkte trainiert. Diese Ausbildung kommt den jungen Spielern des TuS Komet Arsten nun zu Gute. Sowohl die erste C-Junioren, die seit dieser Saison von Jürgen Damsch trainiert wird, als auch die zweite C-Jugend wurden jeweils in den beiden höchsten Bremer Ligen Wintermeister. „Jürgen hat noch einmal eine ganz neue Qualität mitgebracht. Er hat es geschafft, dass die 2001er den nächsten Entwicklungsschritt machen konnten“, so Arambasic. Man würde nun die Früchte der jahrelangen, konsequenten Arbeit ernten. „Wir schaffen es, eine gute Balance zwischen "Spaß haben" und dem Leistungsgedanken herzustellen“. In die C-Junioren Regionalliga Nord soll der Weg am Saisonende führen, mit der gewonnen Wintermeisterschaft sicherte sich die U15 in jedem Fall die Teilnahme am Relegationsspiel. 

Sollte der Aufstieg gelingen, wäre der Weg aber noch lange nicht zu Ende. „Wir wollen die Jungs so gut wie möglich ausbilden“, merkt Kristian Arambasic an. Deshalb habe Volker Radel zu Saisonbeginn die U13 des TuS, also die erste D-Jugend, übernommen. Mit Kevin Köhler kam vom SC Weyhe ein weiterer ambitionierter Trainer für die U12 hinzu. „Wir haben eine Grundlage geschaffen, auf der wir jetzt weiterarbeiten können“. Einen Vergleich mit den Nachbarn vom SV Werder will Arambasic aber nicht ziehen. „Werder hat ganz andere Rahmenbedingungen - und auch einen anderen Stellenwert“. Man wolle aber die zweite Kraft sein, hinter dem SVW. „Wenn wir es schaffen, eine echte Alternative für Spieler zu sein, die den Sprung zu Werder nicht schaffen, können wir uns wie bisher gezielt verstärken“, weiß der 38-Jährige. 

In den vergangenen Spielzeiten seien immer wieder Spieler des TuS Komet Arsten zum SV Werder Bremen "rübergewechselt". „Werder bekommt im Prinzip jeden Spieler, den sie wollen“, findet Arambasic. Als Zulieferer für die Grün-Weißen sieht er die Arbeit der Arster aber nicht. „Mit Stefan Korsch ist im Sommer ein Spieler nach Magdeburg gewechselt, einige Spieler von uns spielen demnächst bei Hannover 96 vor. Ich sehe uns eher als ein Ausbildungsverein für alle höher spielenden Nordteams - also auch St. Pauli, den HSV oder Wolfsburg“. Einen nicht geringen Anteil am Erfolg der Arster Jugendmannschaften, speziell der C-Junioren, sieht Kristian Arambasic zudem beim Gymnasium Links der Weser. „Gleich acht meiner Spieler gehen dort zur Schule, trainieren mit der "Eliteschule des Fußballs" zuzüglich zum Vereinstraining noch zwei Mal Vormittags“. Damit habe man trainingstechnisch ähnliche Bedingungen wie bei Werder Bremen. Eine Zusammenarbeit mit dem SVW kann sich Arambasic aber nicht vorstellen. „Sie benötigen uns nicht“. Viel lieber beschäftigt er sich mit dem eigenen Verein. „Hier arbeitet jeder für den anderen mit, wir sind eine richtige Gemeinschaft“. Ein Verein, ein Ziel - das sei die Marschroute des TuS Komet Arsten.

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