„Haben zu viel Respekt gehabt“

B-Junioren realisieren erst gegen Hinrundenende, was in der Regionalliga eigentlich möglich ist

Mit gehörigem Respekt starteten die B-Junioren des TuS Komet Arsten im Sommer in das Abenteuer Regionalliga Nord. Zum zweiten Mal nach der Saison 2011/12 startete die U17 der Süd-Bremer überregional. Eines der Ziele war, aus der ersten Spielzeit in der Regionalliga vor vier Jahren zu lernen. „Wir haben sehr darauf geachtet, eine gute Mischung aus Neuzugängen und Spielern aus dem eigenen Verein hinzubekommen“, sagte Trainer Burak Bahar damals. Nun ist ein halbes Jahr vergangen, die Hinrunde abgeschlossen. Sechs Punkte sammelte der Aufsteiger bisher, Tabellenplatz 13 ist die Folge. Dabei wäre in den ersten 13 Saisonspielen durchaus mehr drin gewesen, findet zumindest Bahar. „Wir sind mit zu viel Respekt in die Saison gegangen. Wir haben die Liga viel stärker eingeschätzt, als sie eigentlich ist“.

 

Blickt man auf die Ergebnisse der Arster U17, lässt sich diese Aussage bestätigen. Gegen Tabellenführer Holstein Kiel verlor man durch zwei Gegentore in der Nachspielzeit mit 0:2, auch gegen den VfL Wolfsburg II unterlag man nach eigener 1:0-Führung erst spät mit 1:3. „Da haben wir gezeigt, dass wir in jedem Fall mithalten können“, so Bahar. Auch die gegnerischen Trainer und Zuschauer zollten dem TuS nach den Spielen reihenweise ihren Respekt. „Wir bekommen viel Lob für unsere Auftritte“. Nur leider könne man sich davon eben keine Punkte kaufen. Diese Erfahrung mussten die jungen Spieler gerade in den ersten acht Begegnungen der Saison sammeln. Trotz guter Leistungen hagelte es eine Niederlage nach der anderen, sodass man vor dem neunten Spieltag keinen einzigen Punkt einfahren konnte. „Wir haben am Anfang versucht, über eine starke Defensive zu kommen. Dadurch ist das Spielerische natürlich zu kurz gekommen“, weiß Burak Bahar. 

 

In der zweiwöchigen Pause vor dem Spiel gegen den TSV Havelse entwickelte man einen neuen Plan - es galt nun, das Glück in der Offensive zu suchen. Mit Erfolg: Im Heimspiel gegen die Niedersachsen gab es beim 3:1 den ersten Sieg der Saison, besonders im ersten Durchgang spielte man den TSV nahezu schwindelig. „Da haben wir gezeigt, wozu wir eigentlich fähig sind“. Diesen Schwung galt es auch in der Folgewoche mit in die Begegnung beim Schlusslicht Treubund Lüneburg zunehmen. Und auch hier überzeugten die Arster vollends, wenn auch auf andere Weise als noch gegen Havelse. „In Lüneburg mussten wir über den Kampf kommen“, sagt Bahar mit Hinblick auf die Platzverhältnisse. Am Ende stand mit dem 2:1-Erfolg jedoch der erste Auswärtssieg zu Buche - sehr zur Freude des Trainergespanns. „Mit jeder Niederlage wurde es schwieriger, den Jungs klarzumachen, dass unsere Spielweise erfolgreich sein kann. Die zwei Siege waren vor allem auch deshalb sehr wichtig, weil sie gemerkt haben, dass es funktioniert“. 

 

Mit den beiden Erfolgen im Rücken empfing der TuS Ende November schließlich den Hamburger SV II zu einem wahren Kellerkracher. Punktgleich gingen beide Teams in die Partie, bei einem Sieg wäre das rettende Ufer lediglich einen Zähler entfernt gewesen. „Wir waren heiß auf den nächsten Dreier“. Der dritte Sieg am Stück sollte es bei der 1:2-Niederlage dann aber doch nicht werden. Auch, weil die U16 des HSV durch zwei Standardsituationen traf. „Ansonsten hatten wir Hamburg gut im Griff, das war wirklich ärgerlich“, meint Bahar. Zum wiederholten Mal hatte der TuS ein Spiel durch Standardgegentore abgeben müssen. Vor den letzten beiden Spielen der Hinrunde, gegen die Aufstiegskandidaten Niendorfer TSV und den VfB Lübeck, galt es anschließend zu überraschen. „Jeder Zähler wäre ein absoluter Bonuspunkt gewesen“. Mit den Bonuspunkten wurde es zwar nichts, doch bei den jeweiligen 0:2-Niederlagen überzeugten die Arster B-Junioren erneut. „Von der gezeigten Leistung her hätten wir uns einen Punkt wirklich verdient gehabt“. In der Winterpause gelte es nun, konzentriert an den Fehlern zu arbeiten. „Wir wissen nun, worauf wir achten müssen und können daher gezielt an den Kleinigkeiten schrauben“, so Bahar. Anders als in der Sommervorbereitung würden keine Spieler im Urlaub weilen, sodass man mit einer hohen Trainingsbeteiligung rechne. „In der Rückrunde ist sehr viel drin“, blickt Burak Bahar optimistisch nach vorne. Denn den gehörigen Respekt haben die B-Junioren des TuS Komet Arsten inzwischen abgelegt.

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